Zinsen vergleichen
10. März 2010
Private Anleger haben die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Formen der Geldanlage. Die mögliche Rendite bemisst sich in den meisten Fällen nach der Höhe der Verzinsung. Das einfache Zinsen vergleichen ist der erste Schritt auf dem Weg zur optimalen Kapitalanlage. Anders verhält es sich bei unverzinsten Kapitalanlagen wie Aktien Fonds oder Edelmetallen. Sie bieten häufig die größten Gewinnchancen, bergen zugleich aber auch die größten Risiken. Bei ihnen wird in erster Linie auf steigende Börsenkurse spekuliert, eine schwer vorhersehbare Entwicklung, die durch viele äußere Faktoren beeinflusst werden kann. Sichere Geldanlagen zeichnen sich durch eine feste Verzinsung und hohe Einlagensicherheit aus. Zu den konservativen Anlageformen zählen beispielsweise Festgeld, Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen oder Tagesgeld. Anleger profitieren bei diesen Investments von der Sicherheit der gesetzlichen Einlagensicherung, die für Sparbeträge bis zu 50.000 haftet.
Ganz allgemein werden langfristige Anlagen zu festen Laufzeiten höher verzinst, als kurzfristige Investments mit täglichem Zugriff. Dies erklärt den durchweg niedrigeren Zinssatz für Tagesgeld im Vergleich zum Festgeld. Während die Banken mit dem nicht kündbaren Festgeld auf Dauer wirtschaften können, ist das Tagesgeld aufgrund seiner ständigen Verfügbarkeit eine unkalkulierbare Größe. Planungssicherheit wird von den Banken generell mit einer höheren Verzinsung belohnt. Man sollte sich keinesfalls durch wohl klingende Werbeversprechen beeinflussen lassen und erst einmal in Ruhe die Marktlage sondieren und die Zinsen vergleichen.
Im Internet findet sich praktisch zu jeder Geldanlage ein entsprechender Vergleichs-Service. Diese listen die Konditionen der einzelnen Angebote auf und ermöglichen dem Kunden einen schnellen Vergleich. Ein guter Vergleichsservice spart dem User nicht nur viel Zeit, sondern auch bares Geld. Das Zinsen vergleichen sollte aber nicht allein ausschlaggebend für die Wahl eines bestimmten Anbieters sein. Neben der Verzinsung gilt es beispielsweise die Laufzeit, eine evtl. Mindesteinlagenhöhe, Kündigungsfristen und Gebühren zu berücksichtigen. Bevor man sich mit einer Geldanlage auf viele Jahre bindet, sollte man einen Blick auf die zu erwartende Entwicklung der Leitzinsen werfen. Deren Höhe beeinflusst die Verzinsung von vielen Formen der Geldanlage. Ein niedriger Leitzins drückt beispielsweise die Zinsen für Fest- oder Tagesgeld. In einer Niedrigzinsphase sollte man besser in flexibles Tagesgeld investieren, statt sich zu einer niedrigen Verzinsung mit dem Festgeld auf mehrere Jahre zu binden. Wer sein Geld auf einem Tagesgeldkonto angelegt hat, ist gut beraten von Zeit zu Zeit die Zinsen zu vergleichen, um durch einen schnellen Kontowechsel von besseren Zinsen zu profitieren.


