Nochmal Griechenland

23. Mai 2010

Wie wir alle schon bemerkt haben wurde im deutschen Bundestag die Finanzhilfe für das insolvente Land von Platon und Aristoteles gebilligt. Einige Tage zuvor hatte der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann davon gesprochen, dass man zwar Griechenland helfen müsse, diese aber die Schulden nicht zurückzahlen können. Einen Tag später ging es mit dem DAX nach unten.Nun stellt sich die Frage, warum das Herr Ackermann öffentlich in einer Fernsehshow macht, spielen da gewisse Interessen eine Rolle? Die Antwort lautet JA!

Das Spiel funktioniert folgendermaßen. Der Deutsche Bank Chef, der zugleich Chef der Bankenvereinigung ist, spricht von einer Kernschmelze wenn man Griechenland nicht rette. Gleichzeitig weiß er aber, dass die europäischen Regierungen Unmengen von Geld zuschießen werden, um den Euro zu stabilisieren und dies ist ein gutes Geschäft für die Banken, denn sie erhalten nach wie vor Kredite in unbegrenzter Menge von der EZB für einen Zinssatz von 1%. Die Banken und Kreditinstitute decken sich mit billigem Geld der Europäischen Zentralbank ein und vergeben ihrerseits Kredite an Griechenland für einen Zinssatz von 7% und streichen Milliarden dafür ein, da sie wissen, dass die Euroländer dafür bürgen. Das Risiko für die Banken ist gleich Null!

Was aber kein Mensch versteht ist die Tatsache, dass die Europäer und Deutschland aus der vergangenen Finanzkrise nichts gelernt haben, denn da hatten die Regierungen schon einmal die Banken gerettet und mit Milliarden von Euro für die Banken gebürgt, für die der Steuerzahler gerade stehen muss. Das gleiche passiert nun wieder mit den Krediten für Griechenland, denn obwohl Herr Ackermann davon spricht, dass das insolvente Land die Kredite niemals zurückzahlen kann, vergibt u.a. die Deutsche Bank im selben Atemzug Kredite für das insolvente Land.

Dieses Geschäft würde ein Kreditinstitut im “Normalfall” niemals machen, oder würde ein Hartz4 Empfänger einen Kredit von einer Bank erhalten? Wohl kaum! Und unsere sauberen pseudo Entscheider reden und reden und reden ob sie vielleicht eine Transaktionssteuer für Bankgeschäfte einführen sollten.

Fazit: Poltik wird schon lange nicht mehr von Politikern gemacht, sondern von Banken, Lobbyisten und anderen dubiosen Geschäftsleuten…und Herr Westerwelle und die FDP findet das vermutlich noch förderlich.

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Filed under: Wirtschaft

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