Tagesgeldkonten – Sichere Sparmöglichkeit in Zeiten der Krise unter der Lupe
10. Dezember 2008Egal, wo Sie den Begriff Tagesgeld schon einmal gehört haben, er ist in aller Munde. Sei es, dass Sie von Bekannten davon gehört haben oder durch die Werbung. Bei Tagesgeld handelt es sich um nichts anderes als ein verbessertes Girokonto. Sie können genauso wie beim Girokonto täglich darauf zu greifen und brauchen es nicht langfristig anlegen. Für kurzfristige Anlagen ist es besonders gut geeignet.
Immer dann, wenn Sie Geld zur Verfügung haben, das Sie aktuell nicht benötigen, können Sie es auf einem Tagesgeldkonto einzahlen. Tagesgeld bietet Ihnen dabei höhere Zinsen als Ihr altes Girokonto. Ihr Girokonto bietet Ihnen nur einen mageren Zinssatz von ungefähr 1 Prozent, wohingegen Sie bei einem Tagesgeldkonto Tagesgeldzinsen von bis zu 5 Prozent bekommen. Das kann je nach Anbieter um 1-2 Prozentpunkte schwanken.
Die Tagesgeldzinsen richten sich nach dem EURIBOR, dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Steigen die Geldmarktzinsen, dann steigen auch die Tagesgeldzinsen. Umgekehrt, wenn die Geldmarktzinsen fallen, dann fallen auch die Tagesgeldzinsen. Die Zinserträge unterliegen den Schwankungen des Marktes. So bietet Ihnen das Tagesgeldkonto auch mehr Zinsen als Ihr altes Sparbuch. Je nach Bank werden die Zinsen monatlich oder quartalsweise ausgezahlt. Es ist also die perfekte Anlageform um kurzfristig Geld anzulegen, dass Sie nicht benötigen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle angebotenen Tagesgeldkonten kostenlos. Sollten Sie ein Angebot finden, das Geld kostet, dann ignorieren Sie dieses am besten einfach.
Auch bieten Ihnen viele Banken eine Eröffnungsprämie an, bei der es sich in den meisten Fällen um ein Gutschrift oder ein kostenloses Abo handelt. Sie sollten genau darauf achten, ob sich die Eröffnungsprämie lohnt oder ob Sie lieber einer anderen Bank den Vorzug geben sollten.
Machen Sie nicht den Fehler und zahlen Sie eine Kontoführungsgebühr, wenn Sie die gleichen Leistungen bei einem anderen Anbieter kostenlos bekommen.
Die Sicherheit Ihrer Anlage ist außerdem jederzeit garantiert. Alle Tagesgeldkonten sind über den Entschädigungsfonds deutscher Banken bis 90 Prozent und zu einer Höhe von maximal 20.000 Euro der Einlage abgesichert. Zusätzlich besitzen die deutschen Banken noch einen Einlagensicherungsfonds um die Sicherheit Ihres Geldes zu garantieren.
Ausländische Banken sind schwächer abgesichert aber werben dafür mit höheren Zinssätzen. In den meisten Fällen sollte man einer inländischen Bank den Vorzug geben, denn das Risiko steht oft in keinem Verhältnis zum Ertrag. Sollte also die Bank Ihres Vertrauens Insolvenz anmelden müssen, ist Ihr Geld durch den Einlagensicherungsfond geschützt.
Sie sehen also, Aktienhandel ist deutlich spekulativer als ein Tagesgeldkonto. Im Internet finden Sie diverse Websites, die Ihnen die Möglichkeit der unterschiedlichen Angebote der Banken auszeigen. Hier können Sie dann auch schnell und unverbindlich Tagesgeldzinsen vergleichen. Auch sollten Sie einen Blick auf die zusätzlichen Leistungen der Angebote werfen. Einige Banken bieten Ihnen zusätzlich Girokonten oder Kreditkarten. Darüber hinaus werden Sie auch Angebote von inländischen Banken finden, die Ihnen einen besonders hohen Zinssatz versprechen. Diese Angebote haben als Voraussetzung, dass Sie Ihr komplettes Depot zu der Bank übertragen müssen.


