YES, he can!

9. Oktober 2009

friedensnobelpreis-obamaEs ist schon mehr als sonderbar, was Barack Obama als noch so junger US-Präsident angestoßen hat. Ich schreibe bewusst angestoßen, da es genügend “Nörgler” gibt, die der Meinung sind, dass der 48-jährige bisher noch nichts bewiesen hätte. Doch diese Auffasung teile ich nicht.Erster afroamerikanischer Präsident der USA, bemerkenswert offene und versöhnliche Worte vor einigen Wochen vor der versammelten “Islam-Elite” und eine 180 Grad Kehrtwende in der US-Außenpolitik. Dies sind nur einige Vorhaben von Barack Obama und nun verleiht ihm die Nobelpreisakademie den Friedensnobelpreis.

RESPEKT, Mr. Obama!

Als ich heute die Nachricht las, freute es mich, da der US-Präsident innenpolitisch in den vergangenen Wochen nicht viel zu lachen hatte.

Seine Gegner versuchen u.a. vehement sein Vorhaben einer gesetzlichen Krankenversicherung nach deutschem Modell in den USA einzuführen, zu vereiteln. Dabei betitetelten einige der “Demonstranten” ihn als Kommunist und sogar als Hitler (mehr als geschmacklos, wie ich finde).

Er reiht sich ein die Liste von großen Persönlichkeiten wie Martin Luther King, Michail Gorbatschow und Nelson Mandela, sicherlich Männer, die Großes geleistet und einiges erlitten haben. Dies blieb Obama glücklicherweise bislang erspart, jedoch ist er auch der erste Friedensnobelpreisträger, dem immer wieder derartige Vorschußlorbeeren zugestanden werden. Und dies ist vollkommen richtig, da er wie kein vergleichbarer Politker weltweit für Aussöhnung und das Miteinander steht, ohne all die wichtigen und “im Untergrund” arbeitenden Mitstreiter zu vergessen. Jedoch hat Barack Obama eine Bühne, die eben nicht jeder hat, nämlich die Welt und deshalb werte ich die Entscheidung der Jury aus Schweden als Unterstützung für seine Politik und nicht für sein “Lebenswerk”.

Die Jury begründete ihre Entscheidung u.a. mit den Worten  “…für seine außerordentlichen Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit der Völker”.

Sicherlich hat er bislang keine Wunder vollbracht aber er hat meiner Meinung nach eine neue Art der Weltpolitik eingeschlagen, die es gilt zu verfolgen und zu unterstützen und damit meine ich nicht die beiden Kriege in Afghanistan und im Irak.

Update:

Heute sind die Portale voll von Äußerungen einiger “Experten”, die der Meinung sind, dass das Komitee wohl die falsche Entscheidung getroffen hätte. Süddeutsche Online “…eine kaum noch nachzuvollziehende Verirrung von sechs Juroren, denen jedes Gefühl für Realismus und jede Urteilskraft abhandengekommen ist.

Die Zeit: “…Obama muss handeln…” usw. Schon seltsam, nach acht Jahren Bush-Ära macht sich einer auf und versucht die Brennpunkte der Welt in den Fokus zu rücken und Kompromisse einzugehen und statt das Vorhaben zu unterstützen, wirft man Obama vor, bisher nichts vollbracht zu haben. Wo sind eigentlich die all die Optimisten dieser Welt geblieben…?

Was die Kritiker wohl vergessen ist die Tatsache, dass derartige Vorschußlorbeeren auch eine Last sind, denn Obama muss nun sein Vorhaben einer “besseren Welt” noch mehr forcieren und ich sehe schon die Häme einiger, die sich darüber freuen, falls ihm dies nicht gelingt. Arme, verwirrte Köpfe…

Bildquelle: wikipedia

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Filed under: Politik

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