Sixt und Ulla Schmidt
30. Juli 2009Die letzten Tage wurde Ulla Schmidts Fehler mehr als ausführlich diskutiert und ausgeschlachtet. Die Autovermietung Sixt hatte gleich einen Aufhänger und in diversen Talkshows konnte man sich das Elend des steuerverschwendenden Politikers immer und immer wieder ansehen. Doch ist dies nur ein Ausschnitt der Wahrheit.
Ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass ich dieses Thema nicht mehr sehen und hören kann. In jeder Nachrichtenshow und auf allen Programmen wird dieses Pseudodesaster ausgeschlachtet, dies nennt man wohl Sommerloch, oder?
Die Nachrichtenagenturen haben nichts zu berichten und da kommt “Pannen-Ulla” gerade recht. Nicht dass ich die ganze Sache für gut heiße, aber ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Haben die Politiker der CDU/CSU und FDP wirklich keine anderen Argumente als die SPD Politikerin für so eine Lappalie anzuklagen? Wenn das das einzige Argument sein soll warum man nicht die SPD wählen solle, dann gute Nacht Deutschland.
Eigentlich sollten die Parteien ihre Wahlprogramme publizieren und unter das “Volk” bringen oder bin ich da zu naiv?
Ich habe die letzten Tage einige Politshows gesehen und muss sagen, dass ich bei diesen Diskussionen ein bestimmtes Argument vermisst habe. Wie würde es wohl aussehen wenn man die Fahrtenbücher aller Politiker überprüfen würde? Anders als bei Frau Schmidt? Wohl kaum.
Also, dass Ulla einen Fehler gemacht hat (obwohl sie rein rechtlich auf der sicheren Seite ist) ist wohl klar. Aber nun wollen wir mal Tacheles reden. Glaubt jemand im Ernst, dass ein anderer Politiker seinen Dienstwagen anders “handhabt”? Wohl kaum, also warum diese Hysterie? Die Autovermietung hat ihren Spass, die politischen Gegner ein (Pseudo) Argument und wir?
NICHTS!
Graf Lambsdorff von der FDP hatte seinen Skandal, Koch und Kohl hatten auch ihre Finanzaffäre und nun Frau Schmidt auch? Natürlich bleibt die “Staatsaffäre” als nicht hinnehmbarer Ausrutscher, aber sind wir mal ehrlich, wer von uns ist unfehlbar?


