Obama macht ernst

21. November 2008

hillary_clinton1Nachdem sich die ersten Wogen der Wahlen in den USA geglättet haben, schickt sich der zukünftige Präsident Barack Obama an sein Team zusammenzustellen. Oft ist es allerdings so, dass die Wahlversprechen die während des Wahlkampfes abgegeben wurden danach nicht eingehalten werden. Diesmal ist es aber anders.

Der Mann verblüfft das amerikanische Volk und auch uns immer wieder, denn er sprach kurz nach seinem Wahlsieg am 4.November davon, dass es an der Zeit ist alle Kräfte des Landes zu vereinen, um das Land nach vorne zu bringen. Viele dachten da noch, dass das abgedroschene Reden sind, die man eben auch nach einem Erfolg halten muss. Nicht aber im Fall Obama.

Der zukünftige Präsident der USA versprach nicht nur seinen Wählern die besten Politiker in sein Team zu holen, sondern er tut dies auch und das ist sicherlich etwas neues in der Politik. Heute lässt er verkünden, dass seine größte Rivalin Hillary Clinton ihm als Außenministerin zur Seite stehen wird. Dies ist umso interessanter, wenn man bedenkt, dass die Ex-First Lady seine politischen Pläne mehr als kritisch sieht. Da fragt man sich warum macht er das?

Eigentlich ist dies eine sehr gute Wahl, denn somit kann er sicher sein, dass seine Entscheidungen immer hinterfragt werden. Nun stellt sich aber die Frage, ob diese Entscheidung ihm sein Leben einfacher macht. Dies ist mit einem klaren NEIN zu beantworten und dies verdient meht als Respekt, denn wer holt sich einen “ständigen” Nörgler in sein Team, doch nur jemand der sicher sein will, dass seine Entscheidungen wohl überlegt sein sollen. Er stellt sich somit einer Person, die selbst das Zepter in der Hand haben wollte und somit stellt er sicher, dass Politk nicht nur aus seiner Sicht richtig interpretiert wird.

Man stelle sich das hier in Deutschland vor wenn Frau Merkel beispielsweise Roland Koch zum Vizekanzler ernennen würde. Sie könnte auch nicht immer sicher sein, dass ihr “Widersacher” in ihre Richtung tendieren würde.

Barack Obama erstaunt nicht nur mich immer wieder, denn er könnte sich hinstellen wie sein Vorgänger und Lakaien in sein Team holen, die genau das tun was er vorgibt, aber Obama sucht sich keinen einfachen Weg. Er will das Gespräch, er will diskutieren und will scheinbar die beste Entscheidung und Politik für sein Land.

Da können sich einige europäische Politiker eine gehörige Scheibe an Idealismus von diesem Mann abschneiden, um von ihm zu lernen…

Share and Enjoy:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • BlinkList
  • StumbleUpon
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Wikio
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg
  • Technorati
Filed under: Politik

Kommentare

2 Kommentare zu “Obama macht ernst”
  1. hjans sagt:

    Wie hält er denn was er verspricht wenn er noch immer nichts getan hat?
    Hier steht dass er Hillary Clinton ins Boot holt aber nicht dass er irgendwas zu der Erreichung seiner Ziele unternommen hätte !

    Was ist das denn für ein poser-hafter artikel?
    da ist 0% gehalt drin.

    (rechtschreibfehler bitte korrigieren)
    (korrigiert!)
    hans

  2. SO sagt:

    Was meinst Du damit wenn Du sagst, dass er “immer noch nichts getan hat”? Der Mann ist noch nicht mal im Amt.
    Was glaubst Du wie viele Politiker sich einen Widersacher an die Seite gestellt hätten. Dass Frau Clinton sehr unangenehm werden kann, haben wir doch schon in den Vorwahlen gesehen. Sie wird bestimmt nicht jeden Vorschlag von Obama einfach so abnicken und er hätte sich auch einen Ja-Sager “holen” können. Wieviele Widersacher gab es denn in der Ära Bush? Die haben es noch nicht mal geschafft ihm den Blödsinn mit Guantanamo auszureden, also erzähl mir nichts von wegen 0% Gehalt.
    Sicherlich sind die Erwartungen an den nächsten Präsidenten enorm hoch, aber man kann nicht davon ausgehen, dass er einmal mit dem Finger schnippt und alles ist gut.

Deine Meinung