Liwni ist nicht Obama

11. Februar 2009

Bildquelle: Wikipedia

Nachdem nun auch in Israel gewählt wurde, ist nichts entschieden. Die eher gemäßigte Kadima-Politikerin Zipi Liwni, die für einen gemeinsamen Weg mit den Palästinensern steht, hat zwar mehr Mandate gewonnen, jedoch ist sie auf ein Bündnis mit den konservativen des Landes angewiesen.

Die ehemalige Oppositionsführerin Liwni ist speziell bei den jüngeren Wählern in Israel beliebt und so wollte sie speziell diese Wählerschaft hinter sich bringen. Was jedoch Barack Obama in den USA gelang, konnte Liwni nicht erreichen, denn viele junge Wähler gingen nicht zur Wahlurne und so hat sie zwar die Wahl gewonnen aber keine Mehrheit im Parlament erreichen können. Die israelische Knesset verfügt über 120 Sitze, wovon Zipi Liwni gerade mal 55 mit den übrigen linken Kräften auf sich vereinen kann.

Paradox ist aber, dass ihr Gegenkandidat Benjamin “Bibi” Netanjahu sich als Wahlsieger sieht, da er theoretisch 65 Mandate mit den konservativen Parteien erlangen könnte. Schön, dass es auch uneinsichtige Politiker im Ausland gibt, denn sonst könnte man vermuten, dass das ein “deutsches Problem” sei. Eine ähnliche Situation hatten wir im Jahr 2005 als sowohl Merkel, als auch Schröder den Sieg für sich beanspruchten.

Viel wichtiger ist aber nun die Regierungsbildung in Israel, denn falls Netanjahu eine Regierung mit den ultrarechten bildet, wird das für den Frieden im Nahen Osten nicht unbedingt förderlich sein. Einzig die USA können da noch ein Wort mitreden, denn eines ist klar, Barack Obama würde das nicht gefallen.

Bild: Wikipedia

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Filed under: Politik

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