Das Problem von Israel

21. Januar 2009

flagDer Gaza Krieg ruht mittlerweile und das ist die gute Nachricht! Verfolgt man aber die Diskussionen in den Medien, so vernimmt man die Meinung, dass die Israelis doch zu weit gegangen sind. Wir sahen auf den Fernsehkanälen sterbende palästinensische Kinder und zugleich die “chirurgischen” Angriffe der Israelis. Wer hat Recht?

Mir kommt es so vor, dass sehr viele Menschen es nicht gutheißen, dass der Staat Israel so hart gegen Palästina vorgeht. Keine Frage, man kann und darf Terror nicht dulden und muss ihn bekämpfen aber beim Kampf gegen den Terror muss man auch die Zivilbevölkerung des “Gegners” schützen. Dies geschieht in Palästina nicht!

Fragt man die Bevölkerung beider Staaten, so wünschen sich beide Bevölkerungsgruppen Frieden. Wieso wird er nicht hergestellt? Warum kommt diese Region seit über 40 Jahren nicht zur Ruhe?

Ich denke, dass es an den Politikern auf beiden Seiten liegt. Das wird keinen wundern. Ich habe vor ca. drei Monaten einen sehr schönen Bericht auf Phönix gesehen, in dem ein jüdischer Journalist versuchte palästinensische Kinder mit ihresgleichen auf jüdischer Seite zusammenzubringen und es ist ihm in eindrucksvoller Weise gelungen. Er brachte beide Seiten zusammen und verbrachte mit ihnen einige Tage, in denen die Kinder die “andere Meinung” nicht nur zu akzeptieren sondern auch zu verstehen lernten.

Es wurden auch sowohl israelische, als auch palästinensische Einwohner interviewt und wen wundert es, beide Seiten wollen endlich in Frieden Leben. Also, woran hakt es?

Dabei sind Diskussionen, wie sie Herr Michel Friedman führt sehr unzweckmäßig, da er den Konflikt zu subjektiv sieht. Seiner Meinung nach verteiden sich die Israelis nur, übersehen aber dabei, dass über 1400 unschuldige Menschen bei der “Verteidigung” ums Leben kamen…

Author: Selcuk Özkaynar
Filed under: Politik

Kommentare

7 Kommentare zu “Das Problem von Israel”
  1. Du übersiehst dabei allerdings auch, daß:

    1. die hier genannte Zahl von 1400 Todesopfern auf palästinensischer Seite eine höchst spekulative ist, weil es keine wirklich verläßlichen Angaben darüber gibt: die relevanten Medien im Gazastreifen sind bzw. waren bis zum fraglichen Zeitpunkt in der Hand der Hamas, die ein großes Interesse daran hat, die Opferzahlen so drastisch wie möglich erscheinen zu lassen, um damit den Haß auf Israel weiter anzufachen. Das ist ihnen gelungen.

    2. selbst wenn die Opferzahlen tatsächlich so hoch liegen sollten, die Hamas durch die Taktik, ihre (para)militärischen Stellungen und Rückzugsorte gezielt in die dichtesten Siedlungsgebieten des Gazastreifens (und dort in Moscheen, Kranken- und Privathäuser) zu legen, diese hohen Opferzahlen bewußt in Kauf nimmt und vermutlich sogar provoziert. Das ist zwar sozusagen Totschlag am eigenen Volk (das diese Hamas – man könnte “ironischerweise” sagen, wenn das nicht so schrecklich wäre – in die Verantwortung gewählt hat, in dem Wissen, daß die Auslöschung Israels deren offen erklärtes Ziel ist), was allerdings von der Hamas auf dem Weg, Israel zu vernichten, als zielführende Etappe verstanden wird – wiederum aufgrund der Tatsache, daß sich viele unserer ach so aufgeklärten Medien damit ködern lassen und einseitige Betroffenheitsnachrichten liefern.

    Ich möchte damit nicht sagen, daß alles, was die israelische Regierung in den vergangenen Wochen angestellt hat, in dieser Weise voll und ganz richtig war. Auch sie besteht nur aus fehlbaren Menschen, die schuldig werden können.

    Was ich allerdings ebenfalls in den vergangenen Wochen beobachtet habe, ist, daß daraus allzu schnell ein “Jeder hat Dreck am Stecken, also sind wir im Zweifelsfall für die vermeintlich schwächeren, also für das palästinensische Volk, oder fordern in unserer ganzen Weisheit, man möge sich doch jetzt bitteschön einfach wieder liebhaben” gemacht wird. Und das führt dazu, daß sich jeder ach so betroffene Sofahocker in Deutschland plötzlich dazu befähigt meint, angemessen über das Israel-Palästina-Problem philosophieren zu können. Ich möchte Dir nicht unterstellen, auch zu diesen Sofahockern zu gehören – dafür ist ein gelesener Blogartikel zu wenig. Ich weise einfach nur darauf hin, daß dieser Blogartikel bei mir zumindest den Eindruck erweckt hat, als wären hier die Hintergründe des Konflikts nicht ausreichend bekannt und/oder verarbeitet.

    Es ist reichlich einfach, Herrn Friedman “Subjektivität” zu unterstellen. Was macht Dich so sicher, “objektiver” zu sein? Warst Du schon in Israel? Warst Du schon in den palästinensischen Autonomiegebieten? Hast Du Dich eingehend mit der Geschichte des Staates Israel, mit der Entstehung der Muslimbruderschaft und der Hamas beschäftigt, mit der Rolle Ägyptens, Syriens und des Libanons? Oder rührt diese angenommene “Objektivität” aus der vermeintlich “objektiven” Berichterstattung der Medien, die seit Beginn des neu aufgeflammten Konflikts auf so gut wie allen Kanälen um eben diese historischen Hintergründe einen weiten Bogen gemacht haben, zumindest wenn es darum ging, einmal bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts zurückzugehen?

    Wenn ich sehe, wie schnell sich Israel aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat (während es ein leichtes gewesen wäre, ihn wieder zu besetzen) und (wenn auch mit Pannen, Unzulänglichkeiten und wohl auch einigen Fragwürdigkeiten verbunden) zugleich humanitäre Hilfe für die Bewohner des Gazastreifens unternimmt, und das damit vergleiche, wie sich in ähnlichen Situationen andere Staaten verhalten würden bzw. faktisch verhalten, dann empfinde ich die bei uns laufend vorgetragene Israelkritik als pure Heuchelei. Und ganz nebenbei gibt es dann extremistische Gruppierungen, die mitten in Deutschland israelische Staatsbürger bzw. dem Judentum angehörige Menschen bzw. Israelsympathisanten krankenhausreif prügeln und mit Morddrohungen einschüchtern. Das sind dann natürlich “bedauerliche Einzelfälle”, für die nicht einmal ein dreiviertel Jahrhundert nach dem Holocaust auch hierzulande schnell wieder die eigentlichen Schuldigen ausgemacht sind: die durch ihre Aggression solche Gegenaggression verursachenden “Juden” – nur, daß man sie diesmal korrekterweise einfach Israelis nennt.

    Nur mal so als Gedankenanstoß. Wie gesagt, ich möchte Dich damit nicht in irgendeine Ecke schieben und Dir die oben ausgeführten, hierzulande anzutreffenden “Ressentiments” unterstellen – ich kenne Dich ja nicht. Und ich nehme wohl wahr, daß Du das Ende des Krieges gutheißt und Dir für die Region dort Frieden wünschst – das schätze ich, und da sind wir uns ganz einig. Ich möchte einfach ein bißchen sensibilisieren für den Umgang mit Vokabeln wie “subjektiv” und ähnlichem.

    Gruß,

    Theolobias :-)

  2. SO sagt:

    Hallo Theolobias,

    ich danke Dir für Deine ausführlichen und wirklich exakten Ausführungen. Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass man aufpassen muss, dass man nicht nur die Ereignisse der letzten Wochen für bare Münze nimmt, sondern auch die vergangenen Jahrzehnte von der Entstehung des Staates Israel bis heute einbeziehen muss. Dass die Hamas keine Vereinigung von Samaritern ist, ist uns beiden vollkommen klar und dass das Vorgehen der Hamas absolut zu verurteilen ist, ist auch 100%ig klar. Dass überhaupt der Staat Israel dorthin “verpflanzt” wurde wo er nun steht, war keine “tolle” Idee, da spielten u.a. Interessen von anderen Staaten eine Rolle, die offensichtlich sind. Man könnte genauso so gut einen kubanischen Staat in Texas gründen, aber das ist Geschichte und (beide) Seiten sollten doch fähig sein nach über einigen Jahrzehnten Krieg, Hass und Feindseligkeiten in den Griff zu bekommen, damit die Zivilisten auf beiden Seiten friedlich miteinander leben können. Denn das ist doch klar, dass die Völker auf beiden Seiten diesen ewigen Hass nicht wollen, also stellt sich für mich die Frage warum es diesen Freiden nicht schon längst gibt? Ich bin vielleicht kein Politiker und glaube auch an keine Verschwörungstheorien, aber warum herrscht in diesem Gebiet kein Friede?
    Meine einzige Erklärung ist eine ganz einfache: Interessen! Welche Interessen das letztendlich sind, kann ich nur vermuten aber glaubst Du wirklich, dass es bei diesem Krieg “nur” um die Hamas geht? Ich glaube nicht…
    Ein anderer Punkt, auf den ich eingehen möchte ist Herr Friedman, der sich überall als Moralapostel aufführt. Ich habe wirklich unzählige Interviews und Diskussionen mit Herrn Friedman verfolgt, aber der Höhepunkt war wirklich die Sendung “Hart aber fair” von vergangener Woche, in der er versuchte mit platten und peinlichen Äußerungen gestandene Journalisten wie Ulrich Kienzle oder Politiker wie Norbert Blüm in eine “antisemitische Ecke” zu drängen. Schau Dir die Sendung an und Du gibst mir eventuell Recht.
    Abgesehen davon habe ich auch keine Probleme damit die israelische Bevölkerung mit Juden zu titulieren, wieso sollte ich auch? Auch bin ich der Meinung, dass jeder deutscher Staatsbürger keine Scheu davor haben müsste.
    Ich habe vor einigen Jahren eine Sendung im TV gesehen, in dem ein jüdischer Schriftsteller den Satz äußerte: “Die Juden müssen endlich damit aufhören auf dem Gewissen der Deutschen herumzuspielen, als ob es ein Klavier wäre”.
    Dem möchte ich nichts hinzufügen, bin aber für Kritik jederzeit offen ;) .

    P.S.: Über die Berichterstattung beider Seiten hatte ich auch einige Äußerungen gemacht und glaube beiden Seiten nicht alles. Anbei noch ein aktueller Bericht

  3. Hallo!

    Du schreibst:

    “Dass überhaupt der Staat Israel dorthin “verpflanzt” wurde wo er nun steht, war keine “tolle” Idee, da spielten u.a. Interessen von anderen Staaten eine Rolle, die offensichtlich sind. Man könnte genauso so gut einen kubanischen Staat in Texas gründen, [...]”

    Da fängt das Problem ja bereits an! Es ist eben nicht so, daß die Staatsgründung Israels mit einer fiktiven kubanischen Staatsgründung innerhalb von Texas vergleichbar wäre. Die historischen Fakten liegen vollkommen anders:

    Vor der Staatsgründung Israels gab es ja nicht etwa einen Staat Palästina (es gab nicht einmal ein “palästinensisches Volk”!), der dann zugunsten von in der Welt verstreuten Juden aufgehoben oder geteilt worden wäre. Das heutige Staatsgebiet Israels (das nur 22 % dessen ausmacht, was bis dahin Palästina genannt wurde) war seit Ende des Ersten Weltkriegs britisches (!) Mandatsgebiet, das von vornherein für die Gründung einer Heimat für das jüdische Volk vorgesehen war, welches seit dem Bar-Kochba-Aufstand im 2. Jahrhundert de facto heimatlos war – im Gegensatz zu den im Landstrich Palästinas lebenden Arabern, die bis zu diesem Zeitpunkt einfach Angehörige des Osmanischen Reiches waren, wie auch die vereinzelt dort lebenden Juden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde dieser Landstrich unter keiner Herrschaft als eigenständiges Staats- oder Verwaltungsgebiet betrachtet, zumal er während der Zeit des Osmanischen Reiches nur dünn besiedelt war – und zwar von Arabern und Juden gleichermaßen! Erst die jüdische Einwanderungswelle im 19. Jahrhundert hat überhaupt zu einer wirtschaftlichen Blüte Palästinas geführt!

    Die in Palästina lebenden Araber konnten seit der Staatsgründung Israels grundsätzlich dort bleiben, wurden allerdings nicht zuletzt aufgrund des Drängens der umliegenden arabischen Staaten (!) dazu aufgerufen, ihre Gebiete zu verlassen – erst auf diese reichlich künstliche Weise ist überhaupt erst so etwas wie ein “palästinensisches Volk” entstanden. Dabei können Araber heute selbstverständlich in Israel leben, verfügen über dieselben demokratischen Rechte wie die jüdische Bevölkerung und genießen insofern betrachtet einen Status, der ihnen in arabischen Staaten verwehrt wird, während Angehörige des jüdischen Volkes in ebendiesen Staaten, sofern sie dort überhaupt leben könnten, massiv benachteiligt würden!

    Das alles sollte man wissen, bevor man sich ein Urteil über Recht und Unrecht Israels im Vorgehen gegen die Kräfte, die Israel ausgelöscht (!) sehen wollen, erlaubt. Würde man eine Umfrage in Deutschland zu diesem Thema starten, die übergroße Mehrheit unserer Bevölkerung säße selbstverständlich dem Märchen auf, die “Juden” hätten damals den “Palästinensern” das Land weggenommen! Wo wird dieser Sachverhalt heute noch breitenwirksam vermittelt? Welche unserer Medien machen sich die Mühe, angesichts des schwelenden Konflikts zwischen Israel und Palästinensern diese historischen Hintergründe zu beleuchten? Das geschieht so gut wie nirgendwo.

    Vor diesem Hintergrund erscheint es als purer Hohn, wenn sich Deutsche die von Dir vorgetragene Meinung des jüdischen Schriftstellers zu eigen (!) machen und damit dann meinen, Israel kritisieren zu dürfen. Wer die Geschichte nicht kennt, stattdessen ein totales Zerrbild dieser Geschichte bzw. ein historisches Märchen vertritt, hat kein Recht, die besondere Verantwortung, die wir Deutschen angesichts unserer Vergangenheit haben, als unzulässige und unzumutbare Belastung zu deklarieren.

    Man muß das einmal ganz klar zur Sprache bringen: wer die Geschichte einfach Geschichte sein lassen möchte, die Kenntnis derselben vernachlässigt und für unnötig erachtet, um dem heutigen Konflikt angemessen begegnen zu können, und zusätzlich die Augen verdreht, wenn jüdische Mitbürger an unser Gewissen apellieren, der vertritt einen latenten Antisemitismus! Latent deshalb, weil er, zugestandenermaßen, vielleicht ganz ohne “böse Absicht” historische Verdrehungen, Halbwarheiten und Lügen für bare Münze nimmt und auf diesem Hintergrund, ob nun gewollt oder ungewollt, einen Nährboden für neue Extremismen bildet, wie wir sie z.B. in den jüngsten von Milli Görus organisierten Demonstrationen in Duisburg und anderswo erlebt haben.

    Damit nicht unnötig die Wellen hochschlagen: ich spreche bewußt von latentem Antisemitismus und möchte ausdrücklich darauf verzichten, Dich aufgrund Deiner obigen Darstellung als Antisemiten zu bezeichnen! Ich denke, daß Du mit Deinen Aussagen gewiß keine antisemitischen Ressentiments schüren wolltest. Ich kann aber nicht anders, als darauf hinzuweisen, daß der sachliche Kern Deiner Ausführungen, vielleicht gänzlich ohne Deine Kenntnis darüber, letztlich eben auf antisemitischem Gedankengut beruht. Und hier kann ich ebenfalls nicht anders, als zu mahnen: wehret den Anfängen!

    Wenn das beachtet wird, kann man gerne über die Rolle von Herrn Friedman diskutieren, der auch für mein Empfinden immer wieder einmal kräftig über das Ziel hinausschießt und unerträglich demagogisch wirken kann.

    Wenn das beachtet wird, kann man gerne beide Seiten – Israel wie Palästinenser – darum bitten, ihre Auseinandersetzungen endlich zu beenden, statt Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten.

    Wo das allerdings nicht beachtet wird, muß man es aushalten können und sich sagen lassen, daß Schuld eben nicht immer völlig gleichmäßig verteilt ist – so unbequem das für unsere Alltagsideologie des politisch-korrekten Denkens sein mag. Die Wahrheit ist selten schwarz-weiß, das ist wohl wahr. Aber es gibt eben doch immer wieder auch sehr dunkle Grautöne, die man von den hellgrauen Tönen unterscheiden sollte.

    Gruß,

    Theolobias :-)

  4. SO sagt:

    Hallo,

    auch wenn Deine Argumente bezüglich der Gründung des Staates Israel richtig sind, muss man doch auch die Kirche im Dorf lassen. Natürlich gab es das osmanische Reich und natürlich gab es eine Zeit, in der beide Völker friedlich nebeneinander leben konnten. Nur ist diese Zeit aber schon “einige Jahre” her und ich wollte auch hier keinen Geschichtskurs geben, sondern das übertriebene Vorgehen der israelischen Armee anprangern (auch ist klar, dass die Hamas falsch und hetzerisch agiert). Ich habe bewusst “nur” die letzten paar Jahre in den Fokus rücken wollen, da es meiner Meinung nach wenig Sinn macht über die letzen 2000 Jahre zu diskutieren.
    Sicherlich muss man die Geschichte miteinbeziehen, wenn es um deratige “Probleme” geht, ich möchte weder die deutsche Geschichte “vergessen” noch so tun als ob es das 3. Reich nie gegeben hätte. Aber ich möchte doch darauf hinweisen, dass es Beschlüsse gibt, die in einem (relativ) unabhängigen Forum beschlossen werden und erst mal als objektive Meinung zu gelten haben. Wenn die UN (und sogar die EU) sich auch über das Vorgehen des Gaza-Krieges der letzten Tage mehr als kritisch äußerten, ist das sehr wohl etwas besonders, da es deratige “Verurteilungen” in den letzten Jahren kaum gab. Ebenfalls wurde die “Siedlungspolitik” der Israelis seit Jahren kritisiert. Passiert ist aber dennoch nichts, sondern weiter das Land der Palästinenser weiter “besetzt” und dies immer mit der Begründung von Selbstverteidigung…
    Fakt ist doch, dass der eine (Hamas) irgendetwas tut und es dem anderen (Israel) als “Reaktion” auf irgendetwas verkauft und das muss doch endlich mal aufhören. Die Hamas sagt “Wir bombardieren Israel, weil…” und die Israelis sagen “Wir müssen unser Land schützen, weil…”. Es ist wirklich sehr mühsam darüber zu reden, wer den ersten Stein geworfen hat. Aber Fakt ist doch, dass dieser ganze Mist nun schon seit Jahrzehnten anhält und keiner möchte nachgeben. Dass die Hamas überhaupt so stark wurde, ist auch auf die gescheiterten Kompromißlösungen (die gefühlt schon über 1000 waren) zurückzuführen. Wenn man sich überlegt wie lange schon dieser Krieg geführt wird, so sind die vergangenen Kriege ,wie der 30-jährige und ähnliche ein “Witz” dagegen und in der heutigen Zeit nicht mehr tragbar…
    Über Deine Ausführungen, wie Demo in Duisburg und ähnliches gehe ich nicht im Detail ein, da ich Deine Meinung darüber voll teile. ;) Klar ist auch, dass derartiges nicht geschehen darf, leider aber geschieht. Dennoch bin ich der Meinung, dass es gestattet sein muss (auch für einen deutschen Staatsbürger), sachliche Kritik gegenüber der israelischen Regierung zu äußern, auch wenn man eine deratige “Vergangenheit” hat.

  5. Nichts gegen “sachliche Kritik”! :-) Ich habe ja durchaus zur Sprache gebracht, daß auch die israelische Regierung in den vergangenen Wochen nicht immer glücklich agiert hat, und in manchen Teilen wohl auch tatsächlich übertrieben.

    Mein Hauptpunkt war der problematische Vergleich “Kuba in Texas” mit “Israel in ‘Palästina’” und der Hinweis darauf, daß bei allen gegenwärtig zu entscheidenden Detailfragen nicht vergessen werden darf, inwiefern die Rede vom “Aggressor Israel” angesichts der Geschichte dieses Staates und des jüdischen Volkes unangemessen ist.

    Gruß,

    Theolobias :-)

  6. SO sagt:

    Der Vergleich mit “Kuba in Texas” sollte einfach als Beispiel dienen, dass damals die Entscheidung der UN auch nicht “optimal” war…
    Ich hatte auch nicht behauptet, dass Israel der “Agressor” war/ist, sondern bezog mich eigentlich auf die “unangemessene” Härte gegen die Zivilbevölkerung. Man kann und darf/muss sein Land verteidigen, dieses Recht hat jedes Land, nur die Art und Weise waren dieses Mal leider “daneben”. Aber im Grunde sind wir uns schon einig ;) .

  7. Gut, zu dem UN-Entschluß damals gäbe es nochmal einiges zu sagen, und da bin ich vermutlich anderer Auffassung als Du – aber im Grundsatz sind wir uns wohl in der Tat einig! :-)

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